Eine RAW-Datei allein bewahrt nicht automatisch deine Bearbeitung. Nimm die zugehörigen Begleitdateien, den vollständigen Katalogstand und wichtige fertige Bildfassungen mit. Welche Dateien dazugehören, hängt vom Programm und seiner Version ab. Prüfe die Kopie, bevor du mit ihr weiterarbeitest; die Originale bleiben unangetastet.
Zuerst das Foto von der Arbeit am Foto unterscheiden
Ein RAW enthält die Aufnahme. Die spätere Auswahl, Entwicklung und Ordnung können an anderen Orten liegen. Für eine Übergabe an einen zweiten Rechner brauchst du deshalb ein zusammengehöriges Paket, nicht bloss einen Ordner mit Kameradateien. Wenn dafür ein getrennter Datenträger fehlt, ist eine externe SSD eine mögliche Transport- und Arbeitskopie. Ein bereits vorhandenes geeignetes Laufwerk erfüllt denselben Zweck.
Getrennten Arbeitsbestand ablegen
Samsung T7 Portable SSD · 1 TB, grau
Exakte Variante MU-PC1T0T/WW, EAN 8806090351679. Ein möglicher Datenträger für die zusätzliche Rechnerkopie, nicht für die einzige Fassung deines Archivs.
Passt, wenn: dir ein separater transportabler Speicher für Kopie und Vergleich fehlt. Vorhandenen geeigneten Speicher zuerst nutzen.
Beachte: Freien Platz, Rechneranschluss und Dateisystem vorher prüfen. Keine direkte Smartphone-Kompatibilität oder besondere Ausfallsicherheit zugesagt; eine SSD allein ist kein vollständiges Backup.
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Samsung T7 Portable SSD · 4 TB, grau
Mehr Platz für grosse Arbeitskopien aus RAWs, Katalogen, Begleitdateien und fertigen Bildfassungen. Sinnvoll, wenn 1 TB für den zusammengestellten Bestand samt Reserve nicht reicht. USB-C mit USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s); für Windows und macOS bei passendem Anschluss und Dateisystem. Vorhandenen geeigneten Speicher zuerst nutzen. Auch diese SSD ist nicht die einzige Sicherung deines Archivs.
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Entscheidend ist nicht die Marke des Laufwerks, sondern sein Inhalt: Sind Originale, Begleitdateien, Katalog und Ausgabeversionen vorhanden und eindeutig zugeordnet? Eine zweite Datei auf demselben Laufwerk ist noch keine unabhängige Sicherung. Den grundsätzlichen Schutz gegen Laufwerksausfall behandelt die Anleitung zum Backup für Fotografen. Hier geht es um die oft übersehenen Bestandteile der fotografischen Arbeit.
Vier Bestandteile, vier unterschiedliche Aufgaben
1. Originale: Bewahre die ursprünglichen RAWs und gegebenenfalls die gleichzeitig aufgenommenen Kamera-JPEGs auf. Ein später exportiertes JPEG gehört nicht unter den identischen Namen an die Stelle des Kamera-JPEGs. Verwende für Ausgaben einen eigenen Ordner.
2. Begleitdateien: Eine XMP-Datei kann Metadaten und programmspezifische Entwicklungseinstellungen enthalten. Sie ist kein zweites Foto. Je nach Anwendung und Bearbeitung können weitere Dateien dazugehören. Gleiche Endungen bedeuten nicht, dass zwei Programme sämtliche Inhalte gleich verstehen.
3. Katalog beziehungsweise Datenbank: Darin kann die Organisation des Bestands stecken. Sichere ihn zusätzlich, auch wenn bereits XMPs vorhanden sind. Welche Sammlungen, Varianten und anderen Informationen ausserhalb der Bilddateien liegen, musst du für dein Programm prüfen.
4. Fertige Bildfassungen: Ein separat exportiertes JPEG oder TIFF hält den sichtbaren Bearbeitungsstand als Pixelbild fest. Das erhält nicht automatisch die einzelnen Regler, Masken oder den ursprünglichen RAW-Spielraum. Es gibt dir aber eine Referenz dafür, wie das Bild aussehen soll.
Die Zeichnung ist ein vereinfachtes Ablageschema, kein von einer Software erzeugter Testordner. Sie stellt unterschiedliche Ebenen nebeneinander. Nicht jedes Programm erzeugt jede eingezeichnete Datei, und nicht jede RAW-Aufnahme benötigt eine ACR-Datei.
Wenn du neben der mobilen Arbeitskopie einen grossen, abgeschlossenen Dateisatz an einem festen Ort aufbewahren möchtest, ist eine Desktop-Festplatte eine andere Rolle. Sie ergänzt die Kopien; sie ersetzt weder die Originale noch eine räumlich getrennte Sicherung.
Eine grosse zusätzliche Archivkopie ablegen
WD My Book · 8 TB, schwarz
Stationärer Platz für eine zusätzliche Kopie umfangreicher Fotoarchive inklusive Katalogen und fertigen Ausgaben. Die mechanische Desktop-Festplatte arbeitet über USB 3.0/USB 3.2 Gen 1 und benötigt ihr Netzteil. Für Windows und macOS vorgesehen; Dateisystem und Schreibzugriff vor der ersten Kopie prüfen. Nicht als schnelle mobile Arbeits-SSD oder als alleinige Archivfassung gedacht.
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Lightroom Classic: XMP, ACR und Katalog getrennt sichern
Bei Lightroom Classic lassen sich Metadaten automatisch über die Katalogeinstellungen oder gezielt über Foto > Metadaten in Datei speichern schreiben. Seit Classic 15.0 können umfangreichere Bearbeitungsdaten zusätzlich in einer .acr-Begleitdatei liegen, etwa bei bestimmten KI- und Maskierungsbearbeitungen. Im Metadatenfeld „Sidecar Files“ zeigt Classic zugehörige Begleitdateien an. Nimm vorhandene XMP- und ACR-Dateien zusammen mit dem passenden Original mit. Die Adobe-Anleitung zu XMP und ACR ist hier die Funktionsgrundlage; ein Ablauf für Classic 14 oder älter erklärt die zusätzliche Datei nicht vollständig.
Der Classic-Katalog hat die Endung .lrcat. Seit Classic 11 kann daneben eine .lrcat-data wichtige Zusatzinformationen enthalten. Diese gehört zum gesicherten Katalogstand. Ein Katalogbackup allein sichert nicht die Fotos. Umgekehrt ersetzen kopierte Fotos den Katalog nicht. Adobe erklärt diese Unterscheidung in den Katalogfragen zu Lightroom Classic.
Für deinen Umzug notierst du den Speicherort des tatsächlich geöffneten Katalogs und die Classic-Version. Sichere einen abgeschlossenen Stand nach dem Beenden des Programms, zusätzlich zum programminternen Backup. Bewahre die zusammengehörigen Dateien im Katalogordner auf. Arbeite nicht gleichzeitig mit zwei Programminstanzen an derselben Sicherungskopie.
Eine Sammlung und eine bestimmte virtuelle Bildfassung sind eigene Prüfpunkte. Dass beim Öffnen eines RAWs ein Beschnitt sichtbar wird, beweist noch nicht, dass diese organisatorischen Informationen ebenfalls erhalten sind. Für einen Programmwechsel gelten weitere Grenzen; er ist nicht derselbe Vorgang wie das Kopieren auf einen zweiten Rechner. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Fotoprogrammwechsel trennt Dateierhaltung, Bildwirkung und weitere Bearbeitbarkeit.
Camera Raw und Bridge: Den tatsächlichen Speicherort prüfen
Adobe Camera Raw kann Einstellungen in seiner Datenbank oder in XMP-Begleitdateien verwalten. Bei DNG ist auch die Einbettung möglich; bei JPEG und TIFF werden Einstellungen in der Bilddatei gespeichert. Eine Einstellung in der lokalen Camera-Raw-Datenbank reist nicht automatisch mit einem kopierten RAW mit. Die Camera-Raw-Hilfe, Stand August 2026, beschreibt den Export der Einstellungen in XMP für die Weitergabe.
Prüfe deshalb vor dem Kopieren an einem kleinen abgeschlossenen Projekt, wo deine Einstellungen liegen. Lasse die zugehörigen Dateien anzeigen und notiere deren Namen. Verschiebe nicht nur das sichtbare Bildsymbol aus Bridge und gehe anschliessend davon aus, alle Arbeitsdaten mitgenommen zu haben. Die Bridge-Grundlagen helfen bei der Dateiorganisation; die Erhaltungsliste unten dient der konkreten Übergabe.
Wenn du neben dem Erhalten deiner Dateien auch die Bearbeitung in Lightroom, Camera Raw oder Photoshop vertiefen möchtest, hilft eine getrennte Lernstrecke: Bild beurteilen, Korrekturen sinnvoll ordnen und Tonwerte, Farbe sowie Masken bewusst einsetzen. Dafür ist das folgende Buch gedacht; die aktuellen Dateiformate und Importgrenzen erklären weiterhin die oben verlinkten Herstellerhilfen.
RAW-Bildbearbeitung vertiefen
Maike Jarsetz’ digitale Dunkelkammer

Gebundene zweite, aktualisierte Auflage von 2022, ISBN 9783864908897. Vertieft RAW-Entwicklung, Korrekturreihenfolge sowie die Arbeit mit Ebenen und Masken in Adobe-Fotoprogrammen.
Passt, wenn du diese Bearbeitungsschritte gezielt lernen möchtest. Die Workshops beziehen sich auf die damaligen Softwarestände; das Buch ist keine Anleitung zu aktuellen ACR-Dateien oder zur Übernahme in Capture One, darktable und Neo.
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darktable: Andere Dateinamen, eigene Datenbank
Die darktable-5.6-Dokumentation beschreibt eigene Sidecars nach dem Muster Bild.CR3.xmp: Die ursprüngliche Dateiendung bleibt Teil des Namens. Weitere Versionen eines Bildes können nummerierte Begleitdateien besitzen. Adobe verwendet dagegen üblicherweise das Muster Bild.xmp. Benenne die Dateien nicht versuchsweise um, um sie einem anderen Programm anzupassen.
darktable speichert viele Bildinformationen in Sidecars, aber nicht alles, etwa nicht jede individuelle Sortierinformation. Nach dem Import kann zudem der Datenbankstand Vorrang haben. Eine ältere XMP-Datei über eine neuere zu kopieren ist daher keine sichere Methode zum Zusammenführen. Bewahre Datenbank und vollständigen Sidecar-Satz gemeinsam auf. Grundlage ist das Handbuch zu darktable 5.6, nicht eine Zusage für sämtliche früheren oder kommenden Versionen.
Eine sichere Kopie in sieben Schritten vorbereiten
- Dateisatz und Ausgaben bestimmen: Programm, vollständige Versionsnummer, Betriebssystem und Pfade von Bildern und Katalog notieren. Classic und die Cloud-Anwendung sind unterschiedliche Ausgangspunkte. Originale, sämtliche zugeordneten Sidecars, Katalogbestand und benötigte Ausgabeformate erfassen; Unterordner und Projektzuordnung erhalten.
- Metadaten speichern und Bildfassungen exportieren: Den zum Programm passenden Speicherweg für Metadaten und Bearbeitungen nutzen. Wichtige fertige Fassungen als separate JPEGs oder TIFFs exportieren, etwa mit den Zusätzen
_final_farbeund_final_sw. Keine Originale überschreiben. - Schreibvorgänge und Sicherung abschliessen: Alle Speicher- und Exportvorgänge beenden lassen. Den programmspezifischen Katalog-/Sicherungsweg nutzen und danach das Programm schliessen, damit ein ruhender Stand vorliegt. Keine geöffneten Datenbanken zwischen Rechnern synchronisieren.
- Den abgeschlossenen Satz kopieren: In einen neuen Ordner auf dem getrennten Ziel kopieren, nicht verschieben. Unterordner und relative Zuordnung beibehalten; keine Löschsynchronisation und kein automatisches Überschreiben fremder Projekte verwenden.
- Vor dem schreibenden Öffnen vergleichen: Dateizahl und Grössen je Gruppe prüfen. Für eine Byteprüfung kannst du die SHA-256-Prüfsummen der abgeschlossenen Quell- und Zieldateien mit einem vorhandenen vertrauenswürdigen Werkzeug vergleichen. Gleiche Prüfsummen bestätigen gleiche Bytes, nicht die fachliche Vollständigkeit. Diesen Vergleich vor dem ersten Öffnen durchführen, das die Testkopie verändern könnte.
- Danach die Stichprobe beurteilen: Nur die getrennte Kopie in einer Testumgebung beziehungsweise einem Testkatalog öffnen. Die unten genannten Merkmale vergleichen und Abweichungen einzeln notieren.
- Originale und bisherige Sicherungen behalten: Die ursprüngliche Arbeitsumgebung nicht durch den ersten Test ersetzen. Bewahre Originale, Katalogbestand und unabhängige Sicherungen auf, bis die Erhaltung und der weitere Arbeitsweg geklärt sind.
Wenn die Zielsoftware beim Öffnen eine Katalogaktualisierung verlangt, arbeite ausschliesslich mit der dafür angelegten Kopie. Eine neue Katalogversion kann nicht ohne Weiteres in der älteren Anwendung geöffnet werden. Stoppe bei unerwarteten Fehlermeldungen, statt den ursprünglichen Katalog zu ersetzen.
Was du an der Kopie wirklich kontrollierst
Nimm nicht nur ein unbearbeitetes Bild. Eine sinnvolle kleine Auswahl umfasst zusätzlich eine stark bearbeitete Aufnahme, ein Bild mit Maske, eine bewertete Aufnahme mit Stichwörtern und eine zweite Fassung desselben Motivs. Beginne mit dieser kleinen, bewusst ausgewählten Stichprobe. Sie ist keine Garantie für den gesamten Bestand.
Öffne jedes Beispiel in voller Ansicht. Prüfe Originalpfad, Beschnitt, Helligkeit, Farbe und gegebenenfalls Masken. Vergleiche Sterne und Stichwörter mit deiner Notiz. Suche die betreffenden Sammlungen beziehungsweise Varianten gezielt auf. Notiere für jedes Merkmal „gleich“, „abweichend“ oder „nicht geprüft“ statt eines pauschalen „alles da“.
Stimmt die Datei, aber das Programm meldet sie als fehlend, kann ein Pfadproblem vorliegen. Dafür gibt es die Anleitung zu nicht gefundenen Lightroom-Dateien. Ein Katalog, der sich nicht öffnen lässt, ist ein anderer Fall: beschädigten Lightroom-Katalog eingrenzen. Vermeide bei beiden Problemen weitere Änderungen an der einzigen vorhandenen Kopie.
Das Prüfblatt hilft dir, Quelle, Dateigruppen, Stichproben und offene Punkte auf einer Seite festzuhalten. Die vollständige Erhaltungsliste und der Ablauf stehen auch hier im Artikel.
Häufige Fragen zu RAW-Begleitdateien
Kann ich XMP-Dateien löschen, wenn die RAWs noch da sind?
Nicht ohne geklärten Inhalt und eine geprüfte Sicherung. Dabei können Metadaten oder Entwicklungsinformationen verschwinden, die nicht in der RAW-Datei stecken. Dass ein Programm das Bild noch ähnlich anzeigt, kann an seinem Katalog liegen und beweist nicht, dass die gelöschte Datei überflüssig war.
Braucht jedes RAW eine XMP- und eine ACR-Datei?
Nein. Das hängt von Programm, Einstellungen und Bearbeitung ab. Classic 15.0 oder neuer kann zusätzlich ACR-Dateien für umfangreichere Daten erzeugen. Das Fehlen einer ACR-Datei bei einem einfachen Bild ist deshalb nicht automatisch ein Sicherungsfehler. Prüfe die Zuordnung im verwendeten Programm.
Reicht ein DNG anstelle der bisherigen Dateien?
Nicht als pauschaler Ersatz für einen Katalog und die gesamte Arbeit. Eingebettete Metadaten machen aus einer Bilddatei keine vollständige Datenbank. Konvertiere die einzigen Originale nicht für den Umzug und entferne danach nicht vorschnell die Ausgangsdateien. Die RAW-Grundlagen erklären den Unterschied zwischen Aufnahme und Entwicklung.
Werden Bewertungen und Stichwörter überall gleich gelesen?
Nein. Prüfe die benötigten Felder ausdrücklich. Ein Programm kann Sterne übernehmen, aber Farbmarkierungen, Hierarchien oder andere Felder anders behandeln. Eine erfolgreich angezeigte Vorschau ist kein Metadatenvergleich.
Quellen und Prüfstand
Die Funktionsangaben beruhen auf den verlinkten Herstellerunterlagen; eigene Migrationstests wurden nicht durchgeführt. Prüfstand: 28.09.2026. Die jeweiligen Versionsgrenzen stehen bei den beschriebenen Funktionen.