Wenn abgeschlossene Fotoprojekte die Arbeits-SSD füllen, brauchst du Platz für die Originale – und eine zweite, unabhängige Kopie. Für einen einzelnen Rechner würde ich zuerst direkt angeschlossenen Speicher, kurz DAS, prüfen. Du verbindest ihn per Kabel mit dem Computer und legst dort deinen Archivbestand ab. Greifen mehrere Rechner gemeinsam darauf zu, kann Netzwerkspeicher sinnvoller sein. Eine Spiegelung mit RAID hält zwar Kopien auf mehreren Laufwerken, ersetzt aber keine unabhängige Sicherung mit älteren Dateiständen.
DAS oder NAS: Welche Aufgabe hast du?
Ich empfehle die SanDisk Professional G-DRIVE 12 TB, SDPHF1A-012T-MBAAD, wenn dein lokaler Originalbestand samt Reserve diese Grössenordnung braucht. Für einen kleineren Bestand kommt die WD My Book mit 8 TB infrage. Beide sind stationäre Einzelplatten: als Arbeitsarchiv oder separates Sicherungsziel nutzbar, aber nicht für beide unabhängigen Aufgaben auf derselben Platte.
SanDisk Professional G-DRIVE · 12 TB
Desktop-HDD mit USB 3.2 Gen 2 für einen einzelnen Arbeitsplatz.
Passt, wenn: dein Bestand samt Reserve passt und du ein zweites unabhängiges Sicherungsgerät einplanst.
Beachte: SDPHF1A-012T-MBAAD. Einzelplatte mit Netzteil, kein RAID/NAS. Format und Betriebssystem vor Nutzung prüfen.
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WD My Book · 8 TB, schwarz
Desktop-HDD mit eigenem Netzteil und USB 3.2 Gen 1.
Passt, wenn: dein Bestand mit Versionsreserve innerhalb der nutzbaren Kapazität bleibt.
Beachte: WDBBGB0080HBK-EESN. Keine mobile Arbeits-SSD. Betriebssystem, Dateisystem und passenden USB-Datenanschluss prüfen.
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Für ein Fotoarchiv an einem einzelnen Arbeitsplatz ist direkt angeschlossener Speicher oft der einfachere Anfang. Ein NAS lohnt sich vor allem, wenn mehrere Geräte dieselben Originale über das Netzwerk erreichen sollen. Weder die Bezeichnung NAS noch ein RAID macht deine Dateien automatisch sicher. Entscheidend sind ein eigener Sicherungsdatenträger, ältere Dateistände und ein nachvollziehbarer Weg zurück zu den Bildern.
- Ein Rechner, lokale Bearbeitung: DAS, also direkt über USB oder Thunderbolt angeschlossener Speicher. Eine einzelne externe Festplatte ist bereits ein DAS.
- Mehrere Rechner mit gemeinsamem Bildbestand: NAS, also Speicher mit eigener Netzwerkfunktion. Einrichtung, Benutzerrechte und Netzwerkgeschwindigkeit gehören zur Entscheidung.
- Schutz vor versehentlichem Löschen: unabhängige, versionierte Sicherung. Dafür genügt weder eine zweite Partition noch allein ein zweites Laufwerk im selben RAID.
Als konkretes Einzelplatten-Beispiel dient die SanDisk Professional G-DRIVE 12 TB, SDPHF1A-012T-MBAAD. Sie ist ein direkt angeschlossenes Desktoplaufwerk mit eigenem Netzteil, kein NAS und kein RAID. Du kannst sie als Arbeitsarchiv oder als getrenntes Sicherungsziel verwenden. Eine einzige physische Platte erfüllt nicht beide unabhängigen Rollen zugleich.
Ein Archiv soll auch helfen, Zusammenhänge zwischen Bildern wiederzufinden. In meinen fotografischen Serien interessiert mich, wie einzelne Fotografien gemeinsam eine andere Wirkung bekommen. Einblicke in diese Arbeit zeige ich auf Instagram.
Mit mehreren mobilen Kartenlesern habe ich wackelige Verbindungen und Ausfälle erlebt. Dazu kam eine unübersichtliche Verteilung der Bilder zwischen Handy, Cloud und PC. Deshalb ist mir ein klar benanntes Arbeitsarchiv wichtiger als eine weitere Ablagestelle: Ich möchte wissen, wo die Originale liegen und auf welchem zweiten Gerät sie unabhängig gesichert sind.
Nutzbare Kapazität: 24 TB auf dem Karton können 12 TB bedeuten
Die G-DRIVE stellt ihre nominellen 12 TB auf einer einzelnen Festplatte bereit. Vor Formatierungsbedarf entspricht das ungefähr 10,91 TiB. Die unterschiedliche Anzeige ist eine Folge der Dezimal- beziehungsweise Binärrechnung, nicht automatisch fehlender Speicher. Ordnerstrukturen, Dateisystem und freie Reserve kommen hinzu.
Anders liegt der Fall beim G-RAID MIRROR 24 TB, SDPHH2H-024T-MBAAD. Dieses konkrete EMEA-Modell enthält zwei Laufwerke und wird als RAID 1 ausgeliefert. In diesem Modus bleiben nominell 12 TB für deine Daten vor Dateisystembedarf, weil beide Laufwerke denselben Inhalt tragen. 24 TB sind deshalb keine zugesagte nutzbare Kapazität im gespiegelten Zustand.
Das Gerät ist ebenfalls ein DAS, auch wenn ein Händler es unter einer NAS-Kategorie einsortiert. Es hat keinen eigenständigen Netzwerkzugriff wie ein NAS. Zur regionalen Identität gehört die Endung MBAAD; eine auf DBAAD endende Angebotskennung darf nicht ohne weiteren Abgleich als dieselbe regionale Variante behandelt werden.
Das G-RAID ist hier ein konkretes Kapazitäts- und Anschlussbeispiel. Eine Spiegelung kann die Verfügbarkeit nach dem Ausfall eines Laufwerks verbessern, ersetzt aber keine unabhängige Sicherung. Ob du diesen zusätzlichen Aufbau brauchst, hängt von deinem Arbeitsablauf ab. Prüfe beim G-RAID-MIRROR-Modell die genaue Variante und die passenden Anschlüsse.
USB-C: Stecker und Tempo unterscheiden
Die ausgewählte G-DRIVE nutzt USB 3.2 Gen 2. Das G-RAID MIRROR bietet Thunderbolt 3 und unterstützt nach Herstellerangabe auch USB 3.2 Gen 2×1. Prüfe am Rechner Port, Kabel und Betriebssystem gemeinsam. Ein USB-C-Anschluss kann sehr unterschiedliche Funktionen und Datenraten haben.
Die nominellen 10 Gbit/s von USB oder 40 Gbit/s von Thunderbolt sind keine garantierte Übertragungsrate der eingebauten Festplatten. Viele kleine Dateien, Vorschauen und gleichzeitige Zugriffe verhalten sich anders als ein grosser zusammenhängender Kopiervorgang. Eine HDD wird durch ein Thunderbolt-Kabel nicht zur SSD. Behalte Katalog, Vorschauen und aktuelle rechenintensive Arbeitsdateien auf einer geeigneten schnellen lokalen SSD, wenn das zu deinem Ablauf passt.
Für aktuelle RAWs, Kataloge und grössere Projektdateien empfehle ich die T7 mit 4 TB als mobilen Arbeitsbereich. Die kleinere T7 Shield mit 2 TB ist eine andere Abwägung, wenn Robustheit und ein kleinerer aktiver Bestand wichtiger sind. Hier wähle ich die 4-TB-Version wegen der Arbeitsreserve. Am Windows- oder Mac-Rechner müssen Anschluss, Dateisystem und verwendete Software zusammenpassen.
Samsung T7 Portable SSD · 4 TB, grau
Mobile USB-SSD für aktuelle Bildordner, Vorschauen und Projektdateien.
Passt, wenn: du mehr aktive Projekte mitnehmen möchtest und 4 TB samt Arbeitsreserve genügen.
Beachte: MU-PC4T0T/WW. USB 3.2 Gen 2, kein Thunderbolt-Laufwerk. Schneller Hostport und Datenkabel nötig; unabhängige Sicherung separat.
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Mac und Windows: vor der ersten Kopie richtig einrichten
SanDisk Professional liefert diese Laufwerksfamilien für den Mac vorformatiert aus; für Windows ist eine passende Neuformatierung erforderlich. Prüfe den tatsächlichen Auslieferungszustand und die Anleitung deiner exakten Variante. Formatieren löscht vorhandene Daten. Formatiere niemals einen bereits benutzten Datenträger, bevor eine vollständige und geprüfte unabhängige Kopie vorliegt.
Für einen reinen Mac-Arbeitsplatz ist APFS ein naheliegendes Format, für einen reinen Windows-Arbeitsplatz NTFS. Ein gemischter Zugriff stellt zusätzliche Anforderungen. exFAT kann dem Austausch dienen, ersetzt aber weder eine Sicherung noch die Abwägung der Dateisystemeigenschaften. Für dauerhaft gemeinsamen Zugriff kann ein NAS sinnvoller sein als ein zwischen Computern wanderndes Arbeitslaufwerk.
Ein Lightroom-Classic-Katalog und die referenzierten Originaldateien sind getrennte Bestandteile. Der Katalog gehört auf einen geeigneten lokalen Datenträger; Originale können auf dem DAS beziehungsweise einer passenden Netzwerkfreigabe liegen. Lightroom Classic ist damit noch keine Mehrbenutzer-Datenbank. Vor dem Verschieben grösserer Bestände lohnt sich die NAS-Beratung für Fotografen; für andere lokale Laufwerke die Einordnung externer Festplatten.
Ein unabhängiger Sicherungsweg für ein lokales Archiv
Ein praktikabler Ausgangspunkt ist ein Arbeitslaufwerk und ein zweites physisches Laufwerk für die Sicherung. Rechne bei dessen Kapazität nicht nur mit dem heutigen Bestand: Versionen bereits geänderter Dateien benötigen zusätzlichen Platz. Bei vier TB Originalen sind zwölf TB nomineller Zielkapazität eine mögliche Reserve, aber keine garantierte Zahl von Aufbewahrungsjahren.
Für Windows und macOS lässt sich dieser Ablauf beispielsweise mit dem kostenlosen FreeFileSync vorbereiten. Ich empfehle, den Ablauf zuerst mit einem kleinen kopierten Testordner einzurichten und die Wiederherstellung zu prüfen, bevor du den ganzen Bestand einbeziehst.
- Ordner eindeutig trennen: Arbeitsarchiv links, Sicherungsordner auf dem zweiten Gerät rechts. Wähle auf dem Sicherungsgerät zusätzlich einen getrennten Versionsordner, nicht innerhalb des zu vergleichenden Arbeitsarchivs.
- Einseitige Aktualisierung wählen: Prüfe die Richtung von Arbeitsarchiv zu Sicherung. Die Variante „Update“ übernimmt Löschungen auf der Quellseite nicht einfach in den Sicherungsbestand. Sie ist von einer Spiegelung und von „Two way“ zu unterscheiden.
- Ältere Stände aufbewahren: Aktiviere Versionierung mit zeitgestempelten Ordnern für zu ersetzende beziehungsweise betroffene ältere Zieldateien. Lies vor dem Lauf die Vorschau, besonders unerwartete Überschreibungen und Löschaktionen.
- Katalog ergänzen: Erzeuge bei geschlossenem Lightroom Classic eine Katalogsicherung beziehungsweise nutze dessen vorgesehenen Sicherungsdialog beim Beenden. Bewahre auch relevante Begleitdateien auf. Eine Katalogsicherung enthält nicht automatisch die Originalfotos.
- Ergebnis prüfen: Kontrolliere Fehlermeldungen, Dateizahlen und eine Auswahl wichtiger Originale und Begleitdateien auf dem Ziel. Ein grüner Kopierabschluss allein ersetzt keine spätere Wiederherstellungsprobe.
FreeFileSync kann je nach Vergleichs- und Datenbankeinstellung Zieländerungen berücksichtigen. Kontrolliere die konkrete Vorschau auch nach einer versehentlichen Änderung auf dem Sicherungsgerät; unterstelle nicht, dass eine manuell dort entfernte Datei beim nächsten Lauf sicher neu kopiert wird. Ein Backupziel sollte kein zweiter aktiver Bearbeitungsordner sein.
Nach dem Lauf ein entfernbares Sicherungsgerät sicher auswerfen und getrennt lagern. Eine zusätzliche rotierende Kopie an einem anderen Ort schützt gegen gemeinsame Schäden wie Diebstahl oder Feuer. Die beiden Platten eines G-RAID-Gehäuses zählen dafür nicht als zwei voneinander unabhängige Sicherungen.
Für eine unabhängige Kopie eines beispielsweise 4 TB grossen Bestands kommt die oben gezeigte My Book mit 8 TB infrage, sofern Änderungen, ältere Versionen und freie Reserve hineinpassen. Bei stärkerem Wachstum würde ich die G-DRIVE mit 12 TB als grösseres separates Ziel abwägen. Das sind keine festen Aufbewahrungszusagen. Eine 8-TB-Platte sichert keine vollständig belegten 12 TB. Für einen solchen Bestand brauchst du ein entsprechend grösseres oder anders aufgeteiltes Sicherungskonzept. Dieselbe physische Platte zählt nie gleichzeitig als Original und unabhängige Kopie.
Die Probe endet erst beim geöffneten Bild
- Lege auf einem geeigneten lokalen Datenträger einen neuen leeren Probeordner an. Überschreibe nicht das Arbeitsarchiv.
- Kopiere ein ausgewähltes RAW, dessen Begleitdatei und einen Export aus der Sicherung hinein. Für einen älteren Stand wähle gezielt den datierten Versionsordner.
- Öffne die Dateien mit dem passenden Programm. Prüfe Motiv, Auflösung, Bearbeitungsstand und die Zugehörigkeit der Begleitdatei. Wo vorhanden, vergleiche zuvor erfasste Prüfsummen.
- Prüfe eine Katalogkopie getrennt vom produktiven Katalog. Ordne die wiederhergestellten Testbilder zu und kontrolliere, ob Bearbeitungen nachvollziehbar sind.
- Halte fest, von welchem Gerät und Datum du wiederhergestellt hast und welche Dateien tatsächlich geöffnet wurden. Wiederhole die Probe nach wesentlichen Änderungen am Sicherungsablauf.
Ein RAID-Neuaufbau nach einem Laufwerksdefekt ist ein anderer Vorgang. Er stellt keine ältere versehentlich überschriebene Bilddatei wieder her. Ändere deshalb den RAID-Modus nicht als vermeintlichen Reparaturversuch und folge bei einem realen Defekt der Anleitung der exakten Geräteversion.
Wann du statt weiterer USB-Platten ein NAS wählen solltest
Ein NAS wird interessant, wenn mehrere Geräte regelmässig denselben Originalbestand benötigen, ein zentraler Ablageort gewünscht ist oder Sicherungsaufgaben unabhängig vom gerade eingeschalteten Arbeitsplatz laufen sollen. Dafür kommen Netzwerkeinrichtung, Benutzerrechte, Updates und die Auswahl kompatibler Laufwerke hinzu. Ein leeres NAS-Gehäuse ist noch kein vollständiger Archivkauf.
Wenn nur ein Rechner auf deine Bilder zugreift, lösen diese Zusatzfunktionen möglicherweise kein aktuelles Problem. Umgekehrt ist das wiederholte Umstecken eines grossen DAS zwischen mehreren Arbeitsplätzen auf Dauer umständlich. Mein Fazit: Ich empfehle, nach dem Zugriffsmuster zu entscheiden und die unabhängige Sicherung von Anfang an mitzuplanen. Mehr Speicher allein bringt noch keine Ordnung in das Archiv.
Häufige Fragen
Sind zwei Laufwerke im RAID 1 zwei Backups?
Nein. Sie spiegeln denselben aktuellen Zustand und teilen Gehäuse und viele Fehlerursachen. Eine unabhängige Sicherung liegt auf einem getrennten Ziel und bewahrt sinnvollerweise ältere Stände auf.
Kann die G-DRIVE selbständig im Netzwerk arbeiten?
Nein. Sie hängt direkt an einem Rechner. Eine vom Rechner freigegebene Festplatte macht aus ihr kein eigenständiges NAS und benötigt weiterhin diesen Rechner.
Reicht die Lightroom-Katalogsicherung?
Nein. Sichere die Originalfotos und benötigte Begleit- und Exportdateien getrennt. Prüfe zusätzlich, welche Katalogbegleitdateien deine Lightroom-Version nutzt.
Dokumentation zum Nachlesen
Die FreeFileSync-Synchronisationsvarianten und die Versionierungsanleitung beschreiben die verwendeten Funktionen. Adobe erklärt die Grenzen der Lightroom-Katalogsicherung. Gerätevarianten und Kaufwege wurden am 1. Oktober 2026 abgeglichen. Ein eigener Hardware-Ausfall- oder Wiederherstellungstest wird damit nicht behauptet.